Kultur- und Kreativwirtschaft

Von A wie Architektur bis W wie Werbung reicht das Spektrum der Kultur- und Kreativwirtschaft. Sie ist gegliedert in 12 Teilmärkte, in denen der sogenannte schöpferische Akt Ausgangspunkt der Wertschöpfungskette ist. Sie umfasst folglich all jene Unternehmen, die sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und/oder medialen Verbreitung von kulturellen bzw. kreativen Gütern und Dienstleistungen befassen. Ausschlaggebend ist der erwerbswirtschaftliche Charakter der Unternehmung. Deshalb zählen zu diesem Wirtschaftszweig alle Unternehmen, die sich durch ihre Marktaktivitäten weitestgehend selbst finanzieren, nicht aber jene Institutionen und Einrichtungen, die hauptsächlich durch öffentliche Gelder und Gebühren finanziert sind, oder durch gemeinnützige Gelder bzw. private Geldgeber getragen werden.

Seit Ende der 80er Jahre hat sich die Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland bezogen auf Umsatz und Beschäftigung zu einem der dynamischsten Wirtschaftszweige entwickelt. Auch Augsburg weist ein vielfältiges, teilweise international renommiertes Potential an Kultur- und Kreativunternehmen auf, die weit in andere Branchen hineinwirken. Sie eröffnen für den klein- und mittelständischen Betrieb wie den Großkonzern Lösungen und Perspektiven jenseits vom Standarddenken bei der Produktsprache, in der Unternehmens- und Markenkommunikation und bei der Imagebildung und Unternehmensstrategie. Im Jahr 2013 waren 10,3% aller ansässigen Unternehmen diesem Wirtschaftszweig zuzuordnen. 1053 Erwerbstätige erwirtschafteten einen Jahresumsatz von 940 Millionen Euro. Soviel wie der gesamte Einzelhandel.

Bei den Bemühungen um die Entwicklung und Zukunftsfähigkeit der Region engagiert sich die Wirtschaftsförderung Stadt Augsburg in besonderem Maße für die Kultur- und Kreativwirtschaft, denn auch in diesem Bereich entstehen die Lösungen für die gesellschaftlichen, ökologischen und technologischen Herausforderungen von morgen. Darüber hinaus hat das kreative Umfeld einer Kommune wesentlichen Einfluss auf die Attraktivität des Standortes für Unternehmen und Fachkräfte.