Bayerns Wirtschaftsminister Zeil übergibt Förderbescheid für Projekt "Green Factory"

Die Stadt Augsburg hat sich bereits positioniert, die Entwicklung einer "Green Factory" zu unterstützen. Der zuständige Wirtschaftsförderungs- und Beteiligungsausschuss hat beschlossen, ein stadteigenes Grundstück in Erbbaurecht zur Verfügung zu stellen. (Eine weitere Bezuschussung der Einrichtung wurde in Aussicht gestellt.) Der Freistaat Bayern fördert die "Green Factory" auf dem Gelände Augsburg Innovationsparks mit 12 Millionen Euro.

"Green Factory" ist ein Projekt der Fraunhofer Projektgruppe Ressourceneffiziente mechatronische Verarbeitungsmaschinen (RMV). Die Fraunhofer-Gesellschaft und der Freistaat Bayern (Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie) wollen damit die Voraussetzungen für die Gründung eines produktionstechnischen Fraunhofer-Instituts in Augsburg schaffen. Keimzelle ist die Fraunhofer IWU RMV, das Mutterinstitut ist das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) in Chemnitz. Das FhG PG RMV wird in wesentlichen Teilen mit dem am Glaspalast ansässigen iwb Anwenderzentrum Augsburg des Instituts für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften der TU München zusammengeführt.

Inhaltlich und finanziell unterstützt wird diese Entwicklung durch das Projekt "Green Factory Bavaria", welches vom Freistaat Bayern finanziert wird. Damit sollen produzierende Unternehmen darin unterstützt werden, ihren Energiebedarf nachhaltig zu senken. Dabei leistet das Projekt "Green Factory Bavaria", in dessen Rahmen bayernweit vier Green Factories als Demonstrations-, Lehr- und Forschungsplattformen (Augsburg, Bayreuth, Nürnberg und München) aufgebaut und betrieben werden, einen maßgeblichen Beitrag. Am Standort Augsburg soll hierzu ein eigenes Gebäude im Augsburg Innovationspark errichtet werden. Der Freistaat Bayern fördert mit dem zwischen mehreren Ministerien abgestimmten Maßnahmenpaket zur Energiewende den Aufbau der Green Factories als interdisziplinäres Forschungsprojekt für energiesparende Produktionstechnologien.

Für Augsburg ist das Projekt ein weiterer Baustein, mit dem die Kompetenzbereiche Faserverbundwerkstoffe, Mechatronik & Automation, IT und Umwelt unter dem Leitbild der Ressourceneffizienz aufgebaut werden. "Gerade für die Produktionsunternehmen, in denen der Aufwand für Rohstoffe, Material, Energie, etc. erhebliche Kostenanteile ausmacht, ist der effiziente Umgang zunehmend ein Wettbewerbskriterium," weiß Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl. "Natürlich ist das Thema über die rein betriebswirtschaftliche Betrachtung hinaus gesamtgesellschaftlich und global eine der wesentlichen Herausforderungen - schon jetzt und ganz gewiss in der Zukunft," ergänzt er.

Augsburg leistet mit seinen Partnern einen aktiven Beitrag zu dieser Zukunft. Vor allem in den kleinen und mittleren Unternehmen entscheidet die schnelle und direkte Umsetzung von Forschungsergebnissen in Produkte und Produktionstechnologien wesentlich über den Erfolg. Deshalb sind unter u. a. die räumliche Nähe der Akteure zueinander, das Angebot an anwendungsorientierten Forschungseinrichtungen, eine funktionierende Struktur für Technologietransfer und insbesondere die Demonstration von Innovationsansätzen wichtig.

"Die Green Facotry ergänzt idealtypisch das Angebot an Forschungseinrichtungen für die Unternehmen", so Wirtschaftsreferentin Eva Weber. "Durch die räumliche Konzentration auf dem Augburg Innovationspark entsteht eine herausragende Adresse für anwendungsorientierte Forschung  für unsere Unternehmen und deren Beschäftigte."

Die "Green Factory Bavaria" setzt genau an dieser Stelle an, baut auf den vorhandenen Strukturen auf, ergänzt sie und vernetzt durch das Konzept des Verbundes der vier bayerischen Standorte die jeweiligen regionalen Stärken und Wissenspotenziale.

Der Oberbürgermeister bedankte sich ausdrücklich bei Bayerns Wirtschaftsminister Zeil für die konsequente und strategische Umsetzung der Technologie-/ und Clusterpolitik.