Gelungene Kooperation im Wirtschaftsraum Augsburg

Eine Region auf der Erfolgsspur

Der Wirtschaftsraum Augsburg hat sich in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt und einen Weg gefunden, die verschiedenen Stärken der einzelnen Partner zu bündeln und für die gesamte Region zu nutzen. Gemeinsam mit den beiden Wirtschaftskammern haben die Stadt Augsburg sowie die Nachbarlandkreise Augsburg und Aichach-Friedberg einen Standort geschaffen, der eine hohe Lebensqualität garantiert und sowohl für mittelständische als auch für international tätige Unternehmen äußerst attraktiv ist. Jede der drei Gebietskörperschaften und die Kammern leisten dabei eigene Beiträge, die sich in ihrer Gesamtheit positiv auf den kompletten Wirtschaftsraum auswirken. Zahlreiche Auszeichnungen belegen diese Entwicklung.

Jetzt haben die Vertreter der Stadt, der Landkreise und der Handwerkskammer für Schwaben einige Projekte und Entwicklungen im Detail vorgestellt. 

Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl hob dabei den Augsburg Innovationspark hervor: "Die Attraktivität einer Stadt und eines Wirtschaftsraums hat zahlreiche Facetten, zu denen auch Innovationsfähigkeit und Lebensqualität zählen. Gerade in diesen Bereichen weist Augsburg enorme Fortschritte und Erfolge auf. Mit dem Augsburg Innovationspark, einem Projekt im Rang von europäischer Bedeutung, werden hervorragende Voraussetzungen geschaffen, um auf der Basis von Know-how Wissenschaft und angewandte Forschung mit Unternehmen zu verbinden. Die Ansiedlung der beiden Forschungseinrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft und des Deutschen Zentrums für Luft- und Rahmfahrt sind echte Meilensteine, genauso wie das Technologiezentrum Augsburg in unmittelbarer Nähe der Universität, das gerade gebaut wird."

Einen bedeutenden Standortfaktor für alle Unternehmen in der Region stellt eine sinnvolle Verkehrsinfrastruktur dar. Aichach-Friedbergs Landrat Christian Knauer nannte als Beispiel den Neubau der Kreisstraße AIC 25, von der seit ihrer Fertigstellung der gesamte Wirtschaftsraum profitiert. "Das macht Wohn- und Gewerbegebiete besser erreichbar und es können zusätzliche Gewerbegebiete ausgewiesen werden, die wiederum neue Arbeitsplätze schaffen", so Knauer. "Die Verkehrsinfrastruktur weiter zu verbessern und ein hohes Maß an Erreichbarkeit sicherzustellen wird auch in Zukunft eine ganz wichtige Aufgabe für den Wirtschaftsraum Augsburg bleiben." 

Diese Erfahrung hat auch Augsburgs Landrat Martin Sailer gemacht, der in jüngster Vergangenheit die Ansiedlung mehrerer namhafter Unternehmen, wie beispielsweise Amazon in Graben, verzeichnen konnte. Der Landkreis Augsburg schaffte damit 2012 den Sprung auf Platz 2  beim Chancenindex der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft.
Besonders wichtig ist ihm daneben der Blick in die Zukunft und damit vor allem die Weiterentwicklung der Bildungsmöglichkeiten im Wirtschaftsraum. Deshalb hat sich der Landkreis Augsburg mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog um das Qualitätssiegel des Bayerischen Kultusministeriums "Bildungsregion in Bayern" beworben, welches bereits Mitte März verliehen werden wird. "Alle Bürgerinnen und Bürger der Region sollen die Möglichkeit zu lebenslangem Lernen haben, denn die Kompetenzen, die sie dabei erwerben, kommen langfristig auch dem gesamten Wirtschaftsraum zugute." 

Interessante Aspekte aus dem aktuellen Prognosgutachten "Perspektive Schwaben" stellte Jürgen Schmid, Präsident der Handwerkskammer für Schwaben, vor. Der produktive Sektor - Industrie und Handwerk zusammen - bilde den Eckpfeiler für die Prosperität des Wirtschaftsraums Augsburg. Der Produktionsstandort sei federführend bei Maschinenbau und Mechatronik. Allerdings, so Schmid, zähle die Verfügbarkeit von Fachkräften zu den entscheidenden Standortfaktoren für die Zukunft. Speziell Facharbeiter und Gesellen würden zwei- bis dreimal so stark gesucht wie Ingenieure. "Eine noch stärkere Akademisierung ist ein Irrweg und gefährdet den Wirtschafts- und Produktionsstandort. Politisch und gesellschaftlich muss hier ein Umdenken erfolgen", appellierte Schmid.

Die Handwerkskammer konzipiert derzeit ihr Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) mit einer Gesamtinvestition von 40 Millionen Euro neu. "Dies ist" so Schmid "ein klares Bekenntnis der Handwerkskammer zum Standort Augsburg und zur gewerblichen Bildung."

Auch in Zukunft wollen die Partner im Wirtschaftsraum Augsburg gemeinsame Wege gehen, um die Erfolgsgeschichte der Region weiterzuführen und im Vergleich mit dem Großraum München bestehen zu können. Die Stadt Augsburg und die beiden Landkreise tun dies gemeinsam unter dem Dach der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH, kurz Region A³, wo vor allem die Themenfelder Regionalmanagement und Regionalmarketing für den gesamten Wirtschaftsraum gebündelt werden, damit die Region und deren Stärken in ihrer Gesamtheit zur Geltung kommen. 

Auszeichnungen der Region

2014

  • Wirtschaftsraum Augsburg A³: eine der TOP 5 Innovationsregionen Deutschlands 

  • Landkreis Augsburg: 3. Platz im Focus-Money Landkreis Ranking

2013

  • Stadt Augsburg: 1. Platz Deutscher Nachhaltigkeitspreis für Großstädte

  • Stadt Augsburg: 2. Platz bei der DekaBank-Studie zu Lebensqualität 

  • Fachkräfteinitiative A³ "Innovatives Netzwerk"

2012

  • Landkreis Augsburg: 2. Platz Chancenindex der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft

2011

  • Landkreis Aichach-Friedberg: "Höchst intaktes soziales Umfeld" ? 1. Platz dieser Rubrik im Deutschen Lernatlas

2010

  • Regionalmanagement A³ unter den TOP 3 "Bayerns Region des Jahres"

2009

  • Landkreis Aichach-Friedberg: Prognos-Engagementatlas "Weit überdurchschnittliches Engagement der Bürger"