Wirtschaftsförderung Stadt Augsburg auf der Konferenz "Vergessene Stadträume – Weiterentwicklung von Gewerbegebieten im Bestand"

Am 20. und 21. Mai wurden die Ergebnisse des ExWoSt-Forschungsfeldes "Nachhaltige Weiterentwicklung von Gewerbegebieten"[1] in Berlin vorgestellt und städtebauliche Konsequenzen diskutiert. Die Stadt Augsburg war mit ihrem Modellvorhaben Augsburg Ost vor Ort. 

Aufgrund der stetig zunehmenden Flächeninanspruchnahme durch Industrie und Gewerbe und der steigenden Sensibilisierung für Umweltbelange, Klimawandel und Nachhaltigkeit in der Planung rücken seit einigen Jahren die Potenziale bestehender Industrie- und Gewerbegebiete verstärkt ins Blickfeld der Stadtentwicklung. 

Rund 250 Vertreterinnen und Vertreter aus der kommunalen Praxis haben sich dafür interessiert, wie bestehende Gewerbestandorte zukunftsfähig gemacht werden können. Im Fokus standen Gewerbegebietsmanagement und Kooperationen als Schlüssel zum Erfolg. Auf Grundlage der Ergebnisse aus den neun Modellvorhaben wurden Umsetzungsstrategien und weitere Fördermöglichkeiten diskutiert. 

Schlussfolgerungen aus den Fachvorträgen und Diskussionen waren, dass die komplexen Erneuerungsaufgaben in den Bestandgebieten nur im Wege der Verantwortung und Kooperation der kommunalen Ressorts und der Akteure im Gebiet gemeinsam bewältigt werden können. In diesem Zusammenhang wurde vielfach ein Perspektivwechsel des Stadtdiskurses vom Fokus Wohnraumausweisung hin zu einer stärkeren öffentlichen Wahrnehmung der Gewerbestandorte gefordert. 

Anne Katrin Bohle, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, fand das Modellvorhaben Augsburg "besonders spannend". Für Augsburg Ost wurde ein Unternehmernetzwerk und ein Gewerbegebietsmanagement initiiert. Die Aktivitäten werden von der Wirtschaftsförderung Stadt Augsburg auch über die Laufzeit des ExWoSt-Forschungsvorhabens fortgeführt. Grundlage für die nachhaltige Weiterentwicklung des Gewerbegebiets Augsburg Ost bildet das im Rahmen des ExWoSt-Forschungsprogramms und im öffentlichen Dialog erarbeitete Gebietsentwicklungskonzept. Es formuliert Leitziele und Maßnahmen zu deren Realisierung mit der Zielsetzung einer wirtschaftlich zukunftsfähigen, sozial-, umwelt- und klimaverträglichen Entwicklung des Gewerbestandortes Augsburg Ost.


[1] Siehe auch hier.

Fotos:
Podiumsgespräch Stadtentwicklung, Städtebau und Infrastruktur: Bestehende Gewerbestandorte zukunftsfähig machen

Anne Katrin Bohle, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, im Gespräch am Stand des Modellvorhabens Augsburg

Quelle: Tina Merkau