mi cafecito

Frische Bio-Kaffee-Spezialitäten aus dem Bärenkeller

Seit 1999 beschäftigt sich Michael Pieper mit dem Rösten von Biokaffee, seit 2006 hat er seine Produktionsstätte plus einen kleinen Laden im Bärenkeller. In dieser Zeit hat sich der Augsburger ein profundes Wissen über die Geheimnisse der Röstung zugelegt - denn dies ist eine Kunst, und leider noch kein Lehrberuf.

Das Studium der Geschichte und Sozialwissenschaften brachten Michael Pieper nach Südamerika, und auch heute denkt und spricht er noch gerne in großen historischen Zusammenhängen: "Die Kooperative, mit der ich schon seit langem zusammenarbeite, entstand aus der Armut der Leute in einem Dorf in Guatemala - es war deren Strategie zur Unabhängigkeit und zu einem Auskommen." Die Partner in Südamerika sind harte Verhandlungspartner, weiß Pieper, und erklärt dies wiederum aus der Geschichte - einer Geschichte der Unterdrückung und des "Durchbeissens" für die Einheimischen.

Auch der Kaffeeröster aus dem Bärenkeller hat sich durchgebissen: Zu Beginn importierte er in kleinen Mengen Rohkaffee und baute seinen Versandhandel in Obergriesbach bei Aichach auf. Er knüpfte Kontakte zu einem erfahrenen Kaffeeröster im Allgäu und lernte die Kunst des Röstens dort von der Pike auf. Das kaufmännische Know-how erhielt Michael Pieper von seinem Schwiegervater, der selbst einen erfolgreichen Versandhandel führte.

Schritt für Schritt baute sich ein Kundenstamm auf, der Versand mit frisch geröstetem Kaffee aus biologischem Anbau fand Anklang. Seit Michael Pieper 2006 in ein Ladenlokal im Bärenkeller zog kommt auch Laufkundschaft hinzu. "Damit hatte ich gar nicht gerechnet," so der 55-Jährige, doch er freut sich über den lokalen Zuspruch und will das Geschäft, in dem neben dem Eigentümer zwei Mitarbeiterinnen beschäftigt sind, weiter ausbauen.

Besonders froh ist Pieper, dass er ein Netzwerk an Partnern hat, auf die er sich verlassen kann. Sein ehemaliger "Lehrherr", der Kaffeeröster Bühler in Oy-Mittelberg, berät ihn heute noch, gegenseitig testen die beiden ihren Kaffee. Zwei Importeure nehmen dem Augsburger inzwischen weitgehend die mühseligen Verhandlungen mit den Kaffeeproduzenten ab, so dass er sich auf sein "Kerngeschäft", das Rösten und Versenden von Kaffeebohnen oder gemahlenem Kaffee, konzentrieren kann. Neun Sorten sind es, die Pieper zwei- bis dreimal in der Woche veredelt, aus fünf verschiedenen Herkunftsländern und in unterschiedlichen Röstgraden. Dabei achtet der Fachmann darauf, dass möglichst frische Ware versandt und verkauft wird: "Ich mag es nicht, wenn Kaffee herumliegt, denn einige Tage nach dem Rösten läuft die Zeit für einen guten Kaffee ab", erklärt er. Also: Je frischer die Bohne aus dem Röster kommt, desto aromatischer ist das Getränk.

Das Rösten selbst ist für Michael Pieper ein nahezu meditativer Prozess: "Das mache ich ganz alleine und dabei will ich auch nicht gestört werden." Aus den zwei Komponenten Temperatur und Zeit muss er den richtigen Mix finden, der den einzelnen Rohkaffeesorten am besten gerecht wird. Dazu muss natürlich auch immer wieder probiert werden, und auch der Geruch sowie die Optik geben dem Röster einen guten Anhaltspunkt für die Güte seines Produkts. Nach ein bis zwei Tagen ist der Kaffee dann "ausgegast" und kann verpackt und versandt werden.

Pieper zählt etliche Restaurants in Augsburg zu seinen Kunden, er versendet aber auch an einige Kaffeefans nach Österreich und Frankreich. Eine Kundin sitzt am Gardasee - "dabei haben die Italiener hervorragende Kaffees", wundert sich Pieper. Doch er freut sich, dass die Menschen seine Produkte zu schätzen wissen, und sieht auch die Kunden von "Mi Cafecito" als Partner seines Kaffeenetzwerks an.

www.mi-cafecito.de

www.michael-pieper.de  

www.buehler-kaffee.de

 

Stand: 07.03.2014