Boxbote Logistic UG

Foto: Augsburger Allgemeine

Boxbote liefert leckere Menüs und mehr per Fahrrad ins Stadtgebiet

Seit rund einem Jahr gibt es in Augsburg die Firma "Boxbote". Gegründet von vier Freunden im Alter zwischen 27 und 31 Jahren arbeitet das Unternehmen mit modernsten Kommunikationsmitteln und - ökologisch wertvoll - mit Lieferfahrrädern in der Augsburger Innenstadt. Im Kopf haben die vier Gesellschafter aber noch viele Ideen, wie sie ihr Erfolgskonzept weiterentwickeln wollen.

Es ist Abend. Die Freunde sitzen gemütlich zusammen. Plötzlich sagt einer von ihnen: "Jetzt die guten Kässpatzen vom Ratskeller, dann wäre der Abend perfekt." Da sind alle einer Meinung - doch leider liefert das gutbürgerliche Restaurant im Herzen Augsburgs nicht nach Hause. Dafür "liefert" dieser Abend die Geschäftsidee, mit der "Boxbote" seit Herbst 2015 den Augsburgern das Kochen abnimmt, ihnen aber trotzdem abwechslungsreiches Essen auf den Tisch zaubert.

Raimund Seibold, David Wojcik und zwei weitere Freunde wollten schon länger ein Unternehmen gründen, das mit Lebensmittellieferung zu tun hat. "Wir sehen die Stadt als Distributionslager", erklärt Seibold. Das Prinzip: Im Haushalt, oder auch in einem Büro, fehlt etwas, das dringend binnen kurzer Zeit benötigt wird. Per Whatsapp oder einem anderen Nachrichtentool wird es bei Boxbote geordert und von einem der rund ein Dutzend Fahrradboten an die Haustür geliefert. "Dazu brauchen wir nur zwei Voraussetzungen", so Seibold weiter, "die Ware muss transportabel sein, wie etwa Zahnpasta oder eine Druckerpatrone, und wir müssen die entsprechenden Händler haben."

Beides ist bei der Lieferung von leckeren Menüs der Fall: Neben dem Ratskeller hat Boxbote diverse andere Restaurants gefunden, die das Konzept vom unabhängigen Lieferservice überzeugt hat. Für fast jeden ist auf den Speisekarten unter www.boxbote.de etwas dabei - und so muss es nicht immer das gleiche sein, wenn man sich Essen liefern lassen will statt selbst zu kochen.

Auf diese Weise hat sich die Boxbote-Crew ganz neue Zielgruppen erschlossen: So zum Beispiel die alte Dame, die sich gerne gutbürgerliches Essen ordert, oder auch das Rollstuhlfahrer-Pärchen, das nun endlich in den Genuss von Speisen kommt, die mangels Behindertenzugang vorher unerreichbar hinter verschlossenen Restauranttüren verborgen waren.

Die Geschäftspartner, die fast alle auch noch einen Vollzeit-Job haben, erschließen sich peu a peu weitere Betätigungsfelder: Man ist im Gespräch mit mehreren Einzelhändler, die Ihre Ware als Service nach Hause liefern lassen könnten. Spirituosen oder Wein, passend zum Essen, gibt es bereits, demnächst kommt noch Craftbier zu erschwinglichen Preisen dazu.

David Wojcik, studierter Produktdesigner, macht sich stets Gedanken über die passende Präsentation der Marke Boxbote - schließlich will man das Konzept nicht nur im Raum Augsburg anbieten können, sondern auch in anderen Gross- und Kleinstädten. "Der Name Boxbote ist auf Wachstum ausgelegt", sagt Wojcik. Zunächst will man verstärkt das Mittagsgeschäft ausbauen, die weiteren Liefermöglichkeiten ausloten und sich mehr und mehr Vollzeit im eigenen Unternehmen engagieren. Denn viel Freizeit hat Raimund Seibold als Geschäftsführer und Vollzeit-Vertriebsangestellter im Allgäu nicht: "Nach der Arbeit komme ich hierher zu Boxbote, so gegen Mitternacht nach Hause, und in der Früh geht es wieder auf die Straße."

Kein Wunder, dass die Firmengründer ihr Unternehmen in der Hauptsache als "Challenge" gesehen haben - die sie bis jetzt mit Erfolg gemeistert haben. Jetzt gilt es die Potenziale zu nutzen und weiterhin Überzeugungsarbeit in Augsburg zu leisten.

www.boxbote.de

 

Stand: 10.11.2016