Brautmoden statt Blaumann

Erstes Netzwerktreffen des Wirtschaftsreferats im Jahr 2013 in der "Traumwelt Lautenbacher"

"Das haben Sie nun davon, dass in Augsburg ein Frau das Wirtschaftsreferat leitet", begrüßte Augsburgs Wirtschaftsreferentin Eva Weber die rund 50 Gäste des ersten Netzwerktreffens im Jahr 2013. Denn die Referentin hatte sich für diese Gelegenheit ein ganz anderes Ambiente gewünscht: Statt "zwischen Blaumännern und Maschinen" traf man sich in den eleganten Räumlichkeiten der "Traumwelt Lautenbacher" in Augsburg-Haunstetten.

Fabienne Lautenbacher, Tochter des Unternehmerehepaares Lautenbacher, das den Salon seit 1982 führt, hatte zunächst einen kleinen Einblick in die Geschichte des Hauses gegeben. "Wir versuchen, durch innovative Aktionen unseren Kunden stets etwas Neues zu bieten", erläuterte sie das Konzept der "Traumwelt Lautenbacher". Seit Herbst 2007 findet man die Traumwelt in der Josef-Schorer-Strasse 7, im Gewerbegebiet Haunstetten - ein idealer Standort, so die Lautenbachers, denn Laufkundschaft ist unter den Interessenten für Braut- bzw. Bräutigam-Mode und Ballgala eher selten. "Rund zwei Stunden veranschlagen wir für eine Brautberatung", so Fabienne Lautenbacher, ?deshalb unbedingt vorher einen Termin vereinbaren!? Überhaupt legt man bei "Traumwelt Lautenbacher" größten Wert auf Service und Niveau. "Da auch wir unter der demografischen Entwicklung leiden, dass es immer weniger Brautpaare gibt, obwohl prozentual genauso viele Menschen wir früher heiraten, wollen wir uns durch Qualität von Billiganbietern absetzen." Weitere Akzente setzt man beispielsweise durch die Veranstaltung der "Traumtage", der großen Augsburger Hochzeitsmesse, die seit 20 Jahren von Josefine Lautenbacher organisiert wird, sowie demnächst durch eine spannende Aktion auf Facebook, in welcher ein Brautpaar bei seinen Hochzeitsvorbereitungen ein Jahr lang begleitet wird.

Wirtschaftsreferentin Weber hatte mit ihrer Wahl für den Ort des Netzwerktreffens also ein gutes Händchen bewiesen, was die Kreativität und Dynamik des Unternehmens Lautenbacher angeht. Diese Dynamik wurde der Stadt, so Weber, auch jüngst von der Ferchau Aviation bescheinigt, die sich unter anderem deshalb für den Standort entschieden hat, "weil man die Dynamik am Ort spürt." Sichtlich erfreut über dieses Kompliment erläuterte Eva Weber einige Ziele ihrer Arbeit für das Jahr 2013: Gerade im Augsburger Süden, in dem man zu Gast sei, finde man mit Premium Aerotec einen der größten Innovationstreiber der Region: "Rund 18.000 Menschen arbeiten im Groß-Großraum Augsburg in der Luftfahrtindustrie," so die Wirtschaftsreferentin. Dieses Potential untersucht das Wirtschaftsreferat gerade mit einer Studie zur Aus- und Weiterbildung in Luftfahrtberufen im Raum zwischen Stuttgart und München.

Auch der Augsburg Innovationspark werde den Süden der Stadt mit weiterem Leben erfüllen - "diese Wissensstadt vor Ihrer Haustür wird die Voraussetzungen schaffen, unter denen innovative Unternehmen gemeinsam mit Forschungseinrichtungen an neuen Projekten arbeiten können." Nach weiteren Ausführungen zur Umsetzung von Großprojekten wie dem Technologiezentrum und dem Projekt Augsburg City legte Eva Weber den anwesenden Unternehmern noch ein ganz aktuelles Projekt ans Herz: Auf dem 3. Augsburger Marktplatz können Firmen mit gemeinnützigen Organisationen in Kontakt kommen und "Gute Geschäfte" vereinbaren: So baute beispielsweise ein Unternehmen einen Spielplatz für einen Kindergarten, und die Kinderschar "revanchierte" sich dadurch, dass sie eine Firmenfeier mit einem einstudierten Lied verschönerte.

Über diese und zahlreiche andere Aktivitäten fanden die rund 50 Gäste in der Traumwelt Lautenbacher schnell einen Gesprächsfaden, mit dem neue Netzwerke geknüpft und bestehende gefestigt wurden - inmitten von Brautkleidern und Abendmoden.