Ideenfabrik Augsburg

Augsburg als "Wiege der Innovation": Netzwerktreffen im MAN-Museum

Hochkarätig setzte sich die Liste der Redner beim Netzwerktreffen im MAN-Museum zusammen: Neben Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl sprachen Dr. René Umlauft, Vorstandssprecher der MAN Diesel & Turbo SE und Prof. Dipl.-Ing. Ulrich Thalhofer, Vizepräsident des Referats Studium & Lehre der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Augsburg über verschiedene Facetten der "Ideenfabrik Augsburg".

Für den Oberbürgermeister ist Augsburg spätestens seit der Erfindung des gleichnamigen Motors durch Rudolf Diesel eine "Wiege der Innovation". "Eine Idee wird zum Produkt, das sich gut verkauft und dadurch die materiellen Voraussetzungen für neue Ideen und weitere innovative Produkte liefert", so beschrieb Dr. Kurt Gribl das "Perpetuum mobile" der Wirtschaft, das die Stadt Augsburg durch zahlreiche Aktivitäten unterstützt: Sei es durch Infrastruktur wie den Augsburg Innovationspark, durch die Ansiedlung von Einrichtungen zum Wissenstransfer wie DLR und Fraunhofer-Gesellschaft oder auch die Unterstützung von Aus- und Weiterbildungsangeboten, Fachkräftesicherung und Verkehrsanbindung in der Stadt und darüber hinaus. "Was wünschen Sie sich von den Unternehmern?" fragte Moderator Dr. Jan Dietrich Müller, Leiter der Unternehmenskommunikation der MAN Diesel & Turbo SE den Oberbürgermeister. "Ich wünsche mir, dass Sie unsere Angebote nutzen", war die einfache und klare Antwort von Dr. Gribl.

Dass dies durchaus der Fall ist bewies Dr. René Umlauft in seinem Referat. Rund 3.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten am Standort Augsburg für MAN Diesel & Turbo SE, und das soll auch in Zukunft so bleiben. Das Unternehmen investiert in Innovationen, die sowohl für den Transportsektor als auch für den steigenden Energiebedarf und die gleichzeitige CO2-Einsparung wichtig sind. Auf die Frage, wie er den Standort Augsburg im Jahr 2030 sehe, antwortete Umlauft: "Wir werden uns von bestimmten Dingen verabschieden müssen, um neue, innovative Komponenten hier zu fertigen - davor darf uns nicht bange sein."

Auch Prof. Dipl.-Ing. Ulrich Thalhofer warf einen Blick in die Zukunft - denn für ihn gibt es keine Innovation ohne die Kreativität junger Leute. Zahlreiche Initiativen in Augsburg und der Region haben bereits die Förderung der Kleinen und Kleinsten in den naturwissenschaftlichen Themenfeldern bzw. den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik in die Hand genommen: vom VDIni-Club für Vier- bis Zwölfjährige über zahlreiche Wettbewerbe (wie z.B. "Jugend forscht") und spezielle Initiativen für Mädchen wie etwa das Forscherinnencamp. Eine "Werkstatt der Entdeckungen" soll im Bahnpark die Innovationen aus Augsburg und der Region begreifbar machen, und schon am 14. März 2014 gibt es ein Schülerforum zu MINT.

Derart angeregt ging das Netzwerktreffen im MAN Museum zum namensgebenden Teil über: Inmitten der Innovationen aus vergangenen Jahren diskutierten die über 60 Gäste die Innovationen von Gegenwart und Zukunft und knüpften sicherlich wieder die eine oder andere zukunftsträchtige Geschäftsbeziehung.