Kreatives Wirtschaften, Wirtschaften mit Kreativität

Am 21. Oktober fand an der Hochschule Augsburg anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Multimedia-Studiengänge das Transit Design Symposium unter dem Motto "Kreatives Wirtschaften - Wirtschaften mit Kreativität" statt. Die Veranstaltung wurde von der Wirtschaftsförderung der Stadt Augsburg unterstützt. Bürgermeisterin sowie Wirtschafts- und Finanzreferentin Eva Weber betonte in ihrem Grußwort die lange Tradition der Fakultät Gestaltung am Standort Augsburg, hob aber auch die wirtschaftliche Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft in Augsburg hervor. "10 Prozent aller Unternehmen in Augsburg sind diesem Wirtschaftszeig zuzuordnen. Besonders die Teilmärkte Design, Werbung und Software/Games bieten den Absolventen eine berufliche Zukunft." Wie diese aussehen kann, zeigten die Studiengangsabsolventen und Gründer der Augsburger Agenturen LabBinaer, Neonpastell und YEAH! sowie von Red Paper Heart aus New York in ihren Kurzvorträgen auf. Die überregional und international erfolgreichen Unternehmensgründer schilderten den Weg zum eigenen Start-up und gaben Einblicke in kreative Arbeits- und Gründungsprozesse. 

Dass der Bereich Design in der Augsburger Unternehmerlandschaft besonders stark ausgeprägt sei, führte Eva Weber zum Teil auf die Qualität der Ausbildung vor Ort zurück. Ein anderer wichtiger Faktor seien aber auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen in Augsburg, die eine Rolle dabei spielen, dass die Absolventen der Hochschule auch über ihr Studium hinaus in Augsburg bleiben wollen. Um diese Rahmenbedingen stetig zu entwickeln und für die Unternehmer der Kultur- und Kreativwirtschaft auch in Zukunft attraktiv zu bleiben, wurde bei der Wirtschaftsförderung die Stelle eines festen Ansprechpartners geschaffen. "Wir wollen den Unternehmern der Kultur- und Kreativwirtschaft auf Augenhöhe begegnen können, um sie gezielt und bedarfsgerecht zu unterstützen. Sei es bei der brancheninternen und -übergreifenden Vernetzung, wenn es um die Entwicklung einer Geschäftsidee und Weiterentwicklung eines Geschäftsmodels geht oder bei Standort- und Genehmigungsfragen," so Weber weiter. 

Auf dem Areal des ehemaligen Gaswerks im Stadtteil Oberhausen soll sich in den kommenden Jahren ein ganzes Quartier für Kultur- und Kreativwirtschaft entwickeln. Nicht nur Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft sollen sich ansiedeln, sondern auch die Künstler, wie auch das Theater während der Sanierung des großen Hauses. Die Stadt Augsburg wird deshalb Flächenkontingente von der Betreibergesellschaft anmieten um Ateliers, Probe- und Büroräume für Künstler, Musiker und Jungunternehmer anbieten zu können. Es soll ein Umfeld geschaffen werden, in der professionelles Arbeiten in all seinen Facetten möglich ist und die Akteure von der Nähe und dem Austausch untereinander profitieren können, denn: Innovation findet an den Grenzen und in den Schnittstellen statt.