Was passiert im Gaswerk?

Im Stadtteil Oberhausen auf dem Gaswerk entsteht eine neue Heimat für die Kultur- und Kreativwirtschaft. Die Stadtwerke Augsburg (swa) stellen auf dem jüngsten Netzwerktreffen der Wirtschaftsförderung den Nachbarn des Gaswerks und Interessierten die Details des Projekts "Gaswerk" vor.

In ihrer Begrüßung betont Eva Weber, Wirtschaftsreferentin und 2. Bürgermeisterin der Stadt Augsburg, die große wirtschaftliche Bedeutung der stark wachsenden Kultur- und Kreativwirtschaft. "Mit dem Projekt Gaswerk soll die Kultur- und Kreativwirtschaft eine Heimat finden und damit stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt werden", erklärt Frau Weber.

Erster Bauabschnitt bis November 2018

Einer der ersten Ankermieter ist das Theater Augsburg. Bis November 2018 sollen mit der Brecht-Bühne die Interimsspielstätte und die Werkstätten des Theaters in das umgebaute Ofenhaus auf rund 5.500 Quadratmetern einziehen.  "Das Interesse weiterer potenzieller Mieter für das Gelände ist groß", betont Alfred Müllner, Geschäftsführer der Stadtwerke Augsburg. Ende 2018 sollen in einem ersten Schritt auch die ersten Künstler und Bands vom Kulturpark West auf das Gaswerks-Areal umsiedeln. Die weiteren werden bis Ende 2019 folgen.

In einem ersten Verfahrensschritt schreiben die Stadtwerke außerdem den Clubbetrieb im Reinigergebäude aus. Die Interessenten werden bis Mai 2017 gesammelt und ausgewertet. In einem zweiten Schritt sollen geeignete Bewerber konkrete Angebote vorlegen. Somit wird der langfristige Betrieb bereits zum Ende der Baumaßnahmen sichergestellt.

Ein neues Parkhaus entsteht

Dr. Ralph Steger, der bei den swa verantwortlich für das Projekt ist, stellt weitere geplante Änderungen vor. "Um dem zukünftigen Besucherdrang und Arbeiteraufkommen Genüge zu leisten, entsteht ein neues Parkhaus mit insgesamt 380 Parkplätzen", erläutert Dr. Steger das weitere Vorgehen.

Das neue alte Ofenhaus

Eines der Großprojekte im Rahmen der Umbaumaßnahmen ist das alte Ofenhaus. Neben der Interimsspielstätte für das Sprechtheater  entsteht dort ein Ballettsaal, auf ca. 780 Quadratmetern und ein Gastronomiebereich. "Eine EU-weite Ausschreibung soll einen geeigneten Gastronom finden", erklärt Tatjana Kocher, Architektin und Bauleiterin. In einem neuen Anbau sollen zudem Verwaltung und Werkstätten des Theaters sowie auf einem Stockwerk auch Ateliers für einige der Künstler aus dem Kulturpark West untergebracht werden.