Kreativität in Produktion – Idee, Entwicklung und Umsetzung aus einer Hand

Fotos: Isabell Walter, www.B4BSCHWABEN.de

Die Wirtschaftsförderung der Stadt Augsburg hatte zum Netzwerktreffen im tim mit dem Thema "Kreativität in Produktion - Idee, Entwicklung und Umsetzung aus einer Hand" eingeladen. Am Abend des 28. Juni kamen unter anderem zahlreiche Vertreter aus der Kultur- und Kreativwirtschaft im Staatlichem Textil- und Industriemuseum Augsburg zusammen, um sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

Eva Weber, Wirtschaftsreferentin und 2. Bürgermeisterin der Stadt Augsburg, betont in ihrer Begrüßungsansprache, dass obwohl die Kultur- und Kreativwirtschaft wichtig für die Augsburger Wirtschaft ist, sie neben den großen Globalplayern wie KUKA, MAN und MT Aerospace oftmals weniger Beachtung erfährt. Die Vielfältigkeit und Individualität der engagierten Vertreter aus den Kreativbranchen tragen jedoch maßgeblich zum einzigartigen Charakter und dem Flair der Stadt Augsburg bei.

Dr. Karl Borromäus Murr über den Wandel der Branche

Dr. Murr, Leiter des tim's, erläuterte in seinem Vortrag, wie die Veränderung des Selbstverständnisses der Menschen seit dem Beginn der Aufklärung zu einer Beschleunigung aller Lebensbereiche führte. Die fortschreitende Technologisierung und Ökonomisierung der Arbeitswelt ist einerseits das Ergebnis dieser Beschleunigung, treibt aber andererseits die Beschleunigung insbesondere des Arbeits- und Konsumverhaltens der Menschen auch immer weiter voran. Das Resultat ist Massenproduktion bei gleichzeitigem Verlust von Qualität und Individualität zahlreicher Waren und Güter.

Mode Made in Augsburg

Einen Schritt in die andere Richtung machen beispielsweise die Unternehmer Wolfgang Schimpfle und Fabian Frei mit ihrer Marke Degree Clothing. Neben dem Design setzen sie auch auf Werte wie Haltbarkeit, Nachhaltigkeit und eine faire Produktion. Mit zahlreichen weiteren Beispielen aus der Modebranche zeigte Dr. Murr, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft auch ein starker Impulsgeber bei der Wiederentdeckung einer nachhaltigen Langsamkeit in den Wertschöpfungsketten sei.

Im Schlussabschnitt des Netzwerktreffens fanden sich die Vertreter der Kreativbranche zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.